Am letzten Freitag gegen 18 Uhr gingen
die Sirenen in Somborn. Kellerbrand durch Implosion eines Fernsehgerätes und
vermisste Personen im St. Vincenz Alten – und Pflegeheim in der Vincenzstraße
war die Durchsage für die Einsatzkräfte der Wehr Somborn. Ein Szenario das
sich mit Sicherheit niemandvorstellen möchte aber durchaus möglich
wäre.
Die Alarmübung stellte keine leichte
Aufgabe für die Einsatzkräfte dar.Der Kellerbrand droht auf das 1. Stockwerk
überzugreifen, der Brandrauch zieht über das Treppenhaus ins 3. OG, vermisste
Personen und eine bettlägerige Person im 3.OG sind kein Pappenstiel für nur
eine Wehr. Die Mannschaft im ersten Löschfahrzeug bekommt die Aufgabe der
Menschenrettung und der Brandbekämpfung unter schwerem Atemschutz. Die
Drehleiterbesatzung soll die Menschenrettung über den Notausstieg im3. Stockwerk übernehmen. Zu diesem Zeitpunkt ist den Einsatzleitern
bereits klar, dass mit nur einer Wehr das Einsatzszenario nicht abgearbeitet
werden kann.
Die Feuerwehr sowie das auch bereits
eingetroffene Deutsche Rote Kreuz alarmieren weitere Kräfte. Für die Übung
kommen noch die Feuerwehr Bernbach und Altenmittlau. Die fiktive Nachalarmierung
beinhaltet mindestens alle Freigerichter Wehren, den Bürgermeister
Freigericht mit Bereitstellung und Unterstützung von Turnhallen oder großen
Räumlichkeiten für Verlegung der Bewohner des Pflegeheimes und der Sanitäts-
und Bereitschaftzuges des Main-Kinzig Kreises. Es müssen schließlich 26
Personen, mit Pflegestufe 1-3,dass heißt unter anderem sitzend und liegend,
transportiert und danach betreut werden.
Nachdem die 1.
Person gerettet wurde, wird die Einsatzstelle in Abschnitte aufgeteilt, da der
Einsatzleiter alleine die Gesamtlage nicht mehr überblicken kann. Im Einsatzleitfahrzeug
hat die Technische Einsatzleitung mit 2 Personen ihre Arbeit seit Beginn der
Übungen aufgenommen. Unter anderem sind sie das Bindeglied zwischen unserer
Leitstelle in Gelnhausen und dem Einsatzleiter vor Ort und müssen den Einsatz
dokumentieren. Sie sollen unter anderem eine Übersicht der Lage mit allen
Standorten der eingesetzten Fahrzeuge erstellen. Ihnen fällt auf, dass keine
Einsatzpläne des Alten- und Pflegeheimes vorhanden sind. Unterdessen sind
bereits 3 Personen aus dem Keller gerettet und dem Roten Kreuz übergeben worden.
3 Personen werden über die Drehleiter aus dem 3. Stockwerk gerettet. Die
Feuerwehr Bernbach setzt die Lüfter in Stellung, der Rauch zieht aus der
Lüftungsöffnung ab und erleichtert die Arbeit der Einsatzkräfte. Die Mannschaft
der Wehr Altenmittlau unterstützt die Drehleiterbesatzung und betreut die
verletzten Personen.
Dank allen Mitwirkenden,
Frau Stannek-Jung für die Bereitstellung der Räumlichkeiten, dem DRK Mimtrupp
des Main-Kinzig-Kreis und den Ausbildern
Steffen Siebert und Fabian Moritz für die Ausarbeitung der Alarmübung 2010.